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Leseproben Übersicht:

Sanatio Lenis
Die Heilkunst mit Pflanzen birgt ungeahnte Kräfte wenn man lernt sie sinnvoll anzuwenden.
Sowohl bei kleineren Leiden als auch bei schwerer Krankheit kann sie Linderung verschaffen.
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Konkret
Sieht man sich in unseren europäischen Breitengraden einmal ein wenig um, dann bemerkt man unweigerlich viele Missstände...
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Der Hexenmeister
Dieses Buch stellt meine Memoiren dar. Es wird Ihnen mit Sicherheit schwer fallen, wenn nicht ganz und gar unmöglich sein akzeptieren zu können, dass es mich gibt.
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Philodoxie
Vor einiger Zeit geschah mir etwas sehr Ungewöhnliches. Ich hatte Urlaub, den ich auf einer Insel am Meer verbrachte und lebte – wie schon lange nicht mehr – einfach in den Tag hinein.
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Philodoxie
Vorwort
Vor einiger Zeit geschah mir etwas sehr Ungewöhnliches. Ich hatte Urlaub, den ich auf einer Insel am Meer verbrachte und lebte – wie schon lange nicht mehr – einfach in den Tag hinein. Ich unternahm ausgedehnte Strandspaziergänge, erkundete die Insel, schlief bis zum Mittag und kümmerte mich sonst um fasst nichts, außer um die Entstehung dieses Buchs. Und genau deshalb muss ich folgende wahre Geschichte hier gegen Ende der Einleitung erzählen. Den meisten der Leser meines neuen Buchs wird der Titel „Philodoxie“ entweder nur mäßig verständlich oder aber überhaupt kein Begriff sein. Das macht nichts! Denn wie der einzelne im Verlauf seiner individuellen Lesungen feststellen wird, sind außergewöhnliche oder Fremdworte nicht das einzige das häufig nicht verstanden wird. Auch ganz normale Sätze, einfache Worte und leicht zu verstehende Situationen werden zu neunundneunzig Prozent gar nicht oder missverstanden und interpretiert. Wir Menschen haben jedoch immer den brennenden Wunsch alles – was uns irgendwie betreffen könnte ganz genau – und den Rest aus reiner Neugier wenigstens teilhabend zu verstehen. Wir wundern uns dann immer, dass sich irgendwann herausstellt das wir schlussendlich nur die Hälfte oder gar nichts verstanden. Dies liegt im Grunde nur an zwei unserer hervorstechenden Eigenarten: Der Fähigkeit zur Interpretation und am ständigen Bilden einer Meinung über alle möglichen und unmöglichen Dinge. Interpretieren muss nur wer nicht genau versteht was gemeint ist. Und eine Meinung benötigen wir nur wenn wir nicht genau wissen was Fakt ist. Sind wir – Ihr als Leser und ich als Autor – darüber einer Meinung? Wohl kaum, denn wären wir es dann würde dieses Buch nicht gelesen werden! Schwierig dies zu verstehen – nicht? Wer nun der Meinung ist meinen letzten Satz verstanden zu haben, der ist mir schon auf den Leim gegangen. Dieses Buch ist in dreierlei Hinsicht etwas Besonderes. Zunächst gibt auf der ganzen Welt kein Buch welches das Thema „Philodoxie“ explizit behandelt, das nur kleingeschriebe??n???nen Text enthält, also auf Groß- und Kleinschreibung - nach dem das Vorwort beendet ist - verzichtet und – dies ist die dritte Eigenart – jeder Leser kann jede Seite mit jeder x - beliebigen anderen Seite austauschen! Ihr werdet feststellen, dass zwischen Vor- und Schlusswort nur lose Seiten, ohne Seitenzahlen und nur einseitig beschriftet vorhanden sind. Dies ist kein Druckfehler, sondern Absicht. Lies das Buch so wie Du es kauftest und versuche es zu verstehen. Unmöglich! Nur wer die Seiten miteinander vertauscht wird mit der Zeit vielleicht bemerken was es zu bewirken fähig ist. Wer sich mit Philosophie ernsthaft beschäftigen möchte, muss erst über die Philodoxie hinaus wachsen! Auch wer einfach nur völlig normal gesellschaftlich Lernen und erfolgreich sein möchte, muss sich von ihr distanzieren können! Deshalb lautet mein Rat an jeden ernsthaften Leser: Lies das Buch von vorn bis hinten einmal vollständig durch und lege es danach zur Seite! Lasse es ein paar Tage liegen. Dann vermenge die Seiten zufällig neu, stecke das Buch wieder zusammen, lies es erneut und wiederhole den ganzen Vorgang danach noch einmal. Nur am Rande sei bemerkt dass in diesem Buch insgesamt mehr als 32500(!) verschiedene Kombinationen der Seiten und somit ebenso viele Möglichkeiten des Blickwinkels gegeben sind. Genauer gesagt, kannst Du dieses Buch einmal lesen, die Seiten neu kombinieren und liest somit dann ein „anderes“ Buch mit einem ähnlichen Thema. Dies ist mindestens bis zu schon eben genannten Zahl möglich und jedes mal geschieht etwas neues im eigenen Verständnis in jeglicher Hinsicht. Doch auch schon bei nur einmaligem Gebrauch in der Sortierung zur Zeit des Buchkaufs, ist es unmöglich der Erfahrung auszuweichen. Vorausgesetzt niemand kommt auf die Idee die einzelnen Seiten wie auch immer zu markieren. Denn sobald man beginnt dieses Buch über den Verstand geordnet kontrollieren zu wollen, verfehlt es vollständig seine Wirkung! Deshalb lasst es! Nur wer dem Nichtgreifbaren traut, wer begreift das der Verstand endlich is??n???t und umgangen werden muss - damit man durch sich selbst überrascht werden kann, wird durch dieses Buch wirklich etwas lernen. Es ist wie im wirklichen Leben. Auch dort gibt es laufend Überraschungen – wie die schon eingangs angekündigte kleine Geschichte während meines Urlaubs nun zeigt. Ich war am Strand und bekam mit der Zeit etwas Hunger. Da es wie üblich an den meisten Urlaubsstränden auch hier Imbissbuden gab, beschloss ich mir etwas Nahrung zu kaufen. Ich trottete also los, erreichte nach einem kurzen Fußmarsch einen Verkaufsstand, ging hinein und bestellte mir einen Eintopf zum Mitnehmen. Und wie immer hätte ich gern ein Stückchen Brot oder Toast dazu gehabt, was ich dem Verkäufer auch mitteilte. Ich sagte, wenn es Brot zur Suppe gibt, dann hätte ich gern die doppelte Menge – auch gegen Bezahlung. Woraufhin das Verkaufspersonal mich ziemlich verständnislos ansah und mir lapidar mitteilte, dass es kein Brot zur Suppe gäbe. Sie hätten kein Brot.Das gefiel mir zwar nicht – und obwohl ich wirklich leidenschaftlich gern Suppe und Brot verbinde (es grenzt für mich fast an Frevel eine Suppe ohne Brot zu essen) – sagte ich nichts weiter zum Verkaufspersonal, sondern zahlte und sah mich während des Wartens noch etwas in der Strandbude um. Außer mir warteten noch einige Urlauber auf ihr Essen oder wählten noch aus. Andere sahen sich nach Spielzeug für ihre Kinder um oder suchten etwas zum Lesen. Nur aus den Augenwinkeln sah ich eine etwas ältere Frau um die fünfundfünfzig, mit grauem Haar, die an einem der ansonsten leeren Tische saß und einen Kakao trank. Dann rief mich der Verkäufer und fragte ob ich meine Suppe mitnehmen möchte oder sie am Tisch esse. Da ich sie mitnehmen wollte teilte ich dies mit und sagte ihm zugleich, dass ich keine Tüte bräuchte und sie lieber so in die Hand nehme. Ich bekam dann noch – wahrscheinlich in einem Anflug von Freundlichkeit des Personals dieser Imbissstrandbude – eine Servierte untergelegt damit ich mir nicht die Finger beim tragen verbrenne und wollte den Stand verlasse??n???n als ich plötzlich folgendes hörte: „Darf ich ihnen ein Brötchen anbieten?“ irritiert sah ich mich um und entdeckte die Frau an einem der drei Tische. Sie hielt mir eine offene Papiertüte mit zwei Brötchen hin und bot mir erst eins und schließlich auch noch beide mit den Worten „ich hab mir gerade Brötchen gekauft, sie können ruhig beide nehmen“, an. Ich begriff nur sehr langsam was hier gerade vorging und lehnte deshalb – meinem ersten Impuls folgend, mit den Worten „danke, es wird auch ohne gehen“ – ab. Doch ein Blick in ihre Augen belehrte mich augenblicklich. Ich nahm mir eins der Brötchen, bedankte mich noch einmal und verließ die Imbissbude. An meinem Strandplatz zurück saß ich gerade mal zwei Minuten still, bevor es mich noch einmal zur Imbissbude zog. Natürlich war sie fort… Das Brötchen zu essen brachte ich nicht fertig. Ich aß diese Suppe ohne Beilage und hatte echte Schwierigkeiten meine Tränen zurück zu halten wenn ich über ihre Geste nach dachte. Versteht an dieser Stelle irgendjemand warum? Ich habe dieses Brötchen bis heute nicht gegessen. Ich wünsche wirklich jedem Leser dass er mit der Zeit versteht was dieses Buch und die alte Frau verbinden.
Yorin Sungah

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